Zwischen menschlichen Exkrementen, Schnaps-Flaschen und Plastiktüten – Junge Union räumt auf, weil es die Stadt nicht tut

Stadträtin und JU-Ehrenvorsitzende Katharina Dörr

Stadträtin und JU-Ehrenvorsitzende Katharina Dörr

Jedes Jahr im März organisiert die Stadt Mannheim die Aktion „Putz‘ Deine Stadt raus! – Die Mannheimer Reinigungswoche“. Engagierte Bürger werden dabei dazu angehalten, den Müll ihrer Mitbürger aufzuräumen und so der Stadt unter die Arme zu greifen, die vielerorts ihren Aufgaben nicht nachkommt.

Wie auch in den vergangenen Jahren fanden sich einige Mitglieder der Jungen Union (JU) Mannheim zusammen, um Teile der Stadt vom Dreck zu befreien. Nach einer guten halben Stunde waren die Lauerschen Gärten in der Innenstadt wieder sauber. „Die Digitalisierung des Parkticket-Systems könnte hier erheblich zur Sauberkeit beitragen“, äußert sich der Vorsitzende der Schüler Union (SU) Mannheim, Leon Ebel, angesichts der unzähligen, herumfliegenden, alten Parktickets.

Fleißige JUler!

Fleißige JUler!

Nach Hinweisen von Bürgern in der Innenstadt zog die Truppe motiviert weiter in die Siemensstraße im Neckarauer Industriegebiet. Vor Ort bot sich ein Bild des Grauens. Die Grünfläche am Fahrbahnrand war auf gut 200 Metern übersäht mit Schnaps-Flaschen, Plastiktüten, Hausmüll und Ähnlichem. Auch menschliche Exkremente fanden sich unter all dem Müll. „Die Stadt kommt hier ganz offensichtlich ihren Aufgaben nicht nach. Hier dürfte im ganzen letzten Jahr niemand den Müll entfernt haben.“, so der JU-Kreisvorsitzende, Philipp Rudi, verärgert.

Einfach klein gehackt?

Einfach klein gehackt?

Irritiert zeigten sich die Mitglieder der Jungen Union auch über das Vorgehen der Stadt beziehungsweise der Bahn. Einer von beiden hatte – so scheint es jedenfalls – anstatt den vielen Unrat zu entfernen, gemäht und den Müll so einfach klein gehackt. „Unabhängig davon, wer für das Gelände an den Bahngleisen zuständig ist, erwarten wir, dass sich die zuständigen Stellen absprechen und erst gemäht wird, nachdem gesäubert wurde. Was hier passiert ist, ist unmöglich!“, hat Stadträtin und JU-Ehrenvorsitzende, Katharina Dörr, kein Verständnis für die Vorgehensweise, die teilweise auch an anderen Orten in der Stadt zu beobachten sei, wenn auch nicht in diesem Ausmaß.

Die Junge Union schlägt zudem regelmäßigere Streifenfahrten des kommunalen Ordnungsdienstes sowie das Aufstellen von Mülleimern als Sofortmaßnahmen vor. Um derartige Müllhalden künftig gänzlich zu vermeiden, begrüßt die Junge Union die von ihr seit langem geforderte deutliche Erhöhung der Bußgelder für das achtlose Wegwerfen von Müll sowie für illegale Müllentsorgungen und vergleichbare Vergehen. Gleichzeitig müssten die Kontrollen durch einen personell aufzustockenden Kommunalen Ordnungsdienst deutlich ausgeweitet werden, um Müllsünder mit einem entsprechenden Bußgeld konsequent zu einem Umdenken zu bewegen. Auch der wöchentliche Einsatz von Kehrmaschinen im öffentlichen Straßenraum würde zur Sauberkeit beitragen. „Mannheim hat ein Müll-Problem. Das wollen wir ändern!“, sind sich die JU-Mitglieder abschließend einig.

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