Der Verkehr muss fließen

Für flüssigen #VERKEHR in Mannheim

Für flüssigen #VERKEHR in Mannheim

Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist die Grundlage einer florierenden Wirtschaft und ein wichtiger Standortfaktor für Mannheim. Umso ärgerlicher ist es, dass beim baulichen Zustand unserer Straßen vielerorts großer Nachholbedarf besteht. Gerade dem Straßennetz kommt eine elementare Bedeutung zu. Wir fordern deshalb, dass marode Straßenzüge künftig wesentlich schneller wieder in Stand gesetzt werden.

Verkehrsinfarkt abwenden

Gleichzeitig steht der Verkehrsinfrastruktur mit der stetig wachsenden Verkehrsmenge ihre größte Herausforderung noch bevor. Mit dem Abriss der Hochstraße droht der Region endgültig ein Verkehrsinfarkt. Stau ist jedoch lästig, kostet wertvolle Lebenszeit, belastet die Umwelt und verursacht einen volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe. Unser Ziel ist es deshalb, die Stauzeiten in Mannheim deutlich zu verringern und für einen flüssigeren Verkehr zu sorgen.

Eine erste wichtige Maßnahme ist deshalb eine moderne, intelligente Verkehrssteuerung, die das Fahrzeugaufkommen analysiert und die Ampelschaltung entsprechend anpasst. Gerade zu den Stoßzeiten kann der Hauptfahrtrichtung so eine längere Grün-Phase gewährt und damit Wartezeiten verkürzt werden. Eine Reihe weiterer zeitgemäßer Maßnahmen, die verkehrstechnisch und damit nicht zuletzt auch umweltpolitisch Abhilfe schaffen, müssen hierauf folgen. Dazu zählen:

  • Schaffung von Parkplätzen am Stadtrand und kostenloses Pendeln mit dem öffentlichen Nahverkehr vom Parkplatz zur Arbeitsstelle und zurück
  • Erweiterung des Nextbike-Angebotes um weitere Stationen und deutlich mehr Leihfahrräder; zudem muss die Frequenz erhöht werden, mit der leere Stationen wieder mit Rädern gefüllt werden
  • Ausbau des Radwegenetzes mit qualitativ hochwertigen Radwegen – im Ausnahmefall auch auf Kosten einer Fahrspur
  • Bau von Radschnellwegen zwischen den Stadtteilen und in die Städte der Metropolregion
  • Ausbau des Stadtbahn- und Busnetzes mit besonderem Fokus auf die tangentiale Anbindung der Stadtteile
  • Wiederaufnahme der Gespräche mit den angrenzenden Nachbargemeinden zur besseren Anbindung dieser an die Stadt Mannheim
  • Allgemein Erhöhung auf einen 7,5-Minuten-Takt im ÖPNV zu den Stoßzeiten und insbesondere während des Umbaus der Hochstraße in Ludwigshafen
  • Einführung von weiteren Expresslinien, die die Mannheimer Stadtteile verbinden und nur an den wichtigsten Stationen halten
  • Entwicklung von Konzepten zur Überbrückung der „Letzten Meile“ zwischen ÖPNV-Haltestelle und Haustür
  • Erstellung eines Gutachtens zur Schaffung einer dritten Rheinquerung mit einem Tunnel
  • Intensivere Abstimmung mit der Stadt Ludwigshafen bei der Planung von Bauarbeiten auf wichtigen Durchgangsstraßen

Diesel-Fahrverbote vermeiden

Für eine #IDEOLOGIEFREIE Debatte

Für eine #IDEOLOGIEFREIE Debatte

Viele Familien und mittelständische Unternehmen in Mannheim sind auf ihren mitunter älteren Diesel angewiesen und eine kostspielige Neuanschaffung ist in den meisten Fällen keine Option. Verbraucher mit entsprechenden Fahrzeugen tragen keine Schuld am Vergehen der Automobilindustrie. Daher dürfen nicht sie es sein, die für die Fehler der Hersteller büßen, indem ihnen die Einfahrt in Städte verwehrt wird. Die individuellen Defizite und der damit verbundene volkswirtschaftliche Schaden, der infolge eines Dieselfahrverbots entsteht, übersteigt den gesellschaftlichen und umweltpolitischen Mehrwert zudem in hohem Maß. Fahrverbote für jegliche Kraftfahrzeuge lehnen wir daher kategorisch ab.

Abgesehen davon mehren sich vielerorts Zweifel an der Qualität des zugrundeliegenden Messverfahrens für Stickoxid. Vor diesem Hintergrund fordern wir eine Überprüfung des Verfahrens und eine objektive Neubewertung der Messergebnisse. Gleichzeitig müssen den Menschen unter anderem mit den bereits aufgezeigten Maßnahmen echte Alternativen zum eigenen Kraftfahrzeug geboten werden.

Bestehende Parkplatzkapazitäten dauerhaft nutzen

Der Großparkplatz P20 auf dem Areal am Maimarktgelände bietet ganzjährig zahlreiche Parkplätze, die bis auf wenige Wochen im Jahr kaum genutzt werden. Durch eine Öffnung des Parkplatzes für Berufspendler könnte der Berufsverkehr in die Innenstadt verringert und die Parkplatznot gesenkt werden.

Damit dieses Angebot in Anspruch genommen wird, bedarf es einer deutlich besseren Anbindung an die Mannheimer Innenstadt. Mit Fahrzeiten jenseits der 20 Minuten bis zum Mannheimer Wasserturm ist keine Nachfrage zu generieren. Hier bedarf es einer wesentlichen Senkung der Fahrzeit durch eine unterirdisch verlaufende Straßenbahnlinie, die den Parkplatz P20, mit dem Parkplatz am Technoseum und der Haltestelle Wasserturm verbindet.

Wir fordern die Stadt ausdrücklich auf, ein Gutachten mit einer Machbarkeitsstudie zur Anbindung des Parkplatzes P20 an die Mannheimer Innenstadt in dieser Form in Auftrag zu geben.

Mehr Verkehrssicherheit

Die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik sind seit Jahren im Wesentlichen unverändert hoch. Wir setzen uns deshalb für eine verstärkte Verkehrsüberwachung, insbesondere im Hinblick auf Geschwindigkeitsüberschreitungen und Rotlichtverstöße, ein. Durch eine entsprechende Gestaltung der Knotenpunkte lassen sich Konflikte an selbigen zudem reduzieren. Dabei sollte der Führung des Radverkehrs besondere Beachtung zukommen.

Freie Fahrt für Retter und den ÖPNV

Im Notfall zählt jede Sekunde. Umso ärgerlicher ist es, wenn Straßen und Rettungswege derart zugeparkt sind, dass kein Durchkommen mehr möglich ist. Auch der öffentliche Nahverkehr ist auf eine freie Trasse angewiesen. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass alle Rettungsfahrzeuge und die Fahrzeuge des ÖPNV mit festinstallierten Kameras ausgestattet werden. Durch einen einfachen Knopfdruck soll eine Aufnahme des Verkehrssünders angefertigt und automatisch den Behörden übermittelt werden. Falschparker und Rettungsgassenblockierer können so umgehend belangt werden.

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