Über das Phänomen Zehnbauer und vieles andere mehr

Junge Union im Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD)

„Ein politischer Jour-Fixe mit einem interessanten Referenten ist schon fast nichts Besonderes mehr. Aber das der neue Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz (SPD), der seit nun beinahe einem Jahr die Position des ersten Bürgers unserer Stadt inne hat, zu Besuch in die Junge Union kommt, macht den Abend zu eine ganz besonderen“, bewerten die CDU-Nachwuchspolitiker das Gespräch mit Dr. Peter Kurz. „Wir waren im vergangenen OB-Wahlkampf mit Sicherheit die Speerspitze des CDU-Wahlkampfes. Jetzt nehmen wir wieder einmal eine Vorreiterrolle ein, indem wir einen neuen Politikstil, ein neues politisches Miteinander innerhalb der Mutterpartei und innerhalb der Mannheimer Kommunalpolitik anstreben“, so Nikolas Löbel, Kreisvorsitzender der Jungen Union Mannheim. Und so kamen die jungen Christdemokraten mit dem neuen Stadtoberhaupt über die aktuelle Diskussion um den Ausfall der Arena of Pop in einen langen Dialog, der sie über beinahe alle kommunalpolitischen Themenfelder hinwegführte. „Ich will ein ganz neues Verwaltungsdenken. Die Neuaufteilung der Verwaltungsspitze war erst der Anfang. Ich will kein Spartendenken mehr innerhalb der einzelnen Fachbereiche, sondern eine effiziente Verwaltung, die das gemeinsame Ganze im Blick hat“, erklärt OB Dr. Kurz seine Vorstellung von einer modernen Stadtverwaltung. „So spielen für mich die Themen Bildung und Integration eine ganz wichtige Rolle in der Entwicklung unserer Stadt. Mal abgesehen vom Phänomen Zehnbauer, spielt dabei die Sprachförderung eine große Rolle und nimmt damit auch einen großen Kostenblock ein. Weiterhin müssen wir es in unserem Schulsystem schaffen, eine stärkere Verselbständigung der einzelnen Schulen zu erreichen. Ich glaube, dass wir uns bereits auf dem Weg hin zu einer Kommunalisierung der einzelnen Schulen befinden“, antwortet Kurz auf den Hinweis nach einer Auflösung des reinen Kompetenzdenkens hinsichtlich der Frage der Schulhoheit zwischen Land, Bund und Kommunen. „Doch auch das Thema „Mannheim als Ausgehstadt“ ist für die Junge Union ein ganz wichtiges. Dabei geht es nicht nur um die Attraktivität der Stadt für uns junge Leute, sondern vielmehr auch um ein neues Stadtmarketing, um die Themenfelder Mannheim als Stadt zum Wohlfühlen und um die Stärkung der so genannten schwachen Standortfaktoren“, bewertet JU-Chef Löbel die Initiative des CDU-Nachwuchses zur Schaffung eines neuen Konzeptes zur Förderung des Nachtlebens in der Stadt. „Gerade rund um das Thema Kreativwirtschaft und gerade auch beim Thema Mannheimer Nachtleben glaube ich daran, dass wir klare Schwerpunkte heraus kristallisieren müssen. Dabei müssen wir unseren Ruf als Musikhauptstadt auch mit Leben füllen“, unterstreicht OB Kurz diese Forderung. Viele Themen wie die haushaltspolitische Situation der Stadt, die Schaffung eines neuen städtebaulichen Konzepts zur Ansiedlung von mehr jungen Familien oder die Diskussion um den Neuostheimer Flughafen kamen zur Sprache. Viele von diesen Themen könnten dabei eine ganze Abendveranstaltung für sich füllen. Und dennoch bleibt ein nachhaltiger Eindruck von diesem Gespräch. Die kommunalpolitische Bühne in Mannheim hat sich seit dem letzten Jahr stark gewandelt und verändert sich immer mehr. Die Junge Union ist an diesem Wandel maßgeblich beteiligt“, so JU-Chef Löbel abschließend.

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