Bildungspolitischer Jour fixe mit dem Philologenverband

Der Landesvorsitzende der Jungen Philologen sowie stellvertretende Vorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg Jörg Sobora war zusammen mit der Vorsitzenden der Jungen Philologen Nordbaden Martina Scherer am Montag, den 19. März 2018, auf Einladung der JU-Kreis-Schriftführerin Johanna Dietl zu Gast im Jour fixe der Jungen Union (JU) Mannheim, um über die „Großbaustelle Bildungspolitik“ zu diskutieren. Nach einem einleitenden Bericht über den Arbeitsalltag einer Lehrerin oder eines Lehrers, gaben die beiden Fachreferenten einen kritischen Einblick in bildungspolitische Themenfelder, wie die Arbeitszeitbelastung von Lehrkräften, die fehlenden Stellen im Grundschulbereich, die Umstellung der Universitätsabschlüsse von dem traditionellen Staatsexamen auf Bachelor und Master und die verbindliche Schulempfehlung der Grundschule. Die JU-Mitglieder und die Vorsitzenden der Jungen Philologen waren sich unter anderem einig, dass die Umstellung des Lehramtsstudiums auf Bachelor/Master zu Lasten der Qualität der Abschlüsse ginge, da der Anteil der Fachinhalte im Vergleich zu dem Staatsexamenmodell deutlich gesenkt werde. Des Weiteren forderten die beiden Vertreter der Jungen Philologen vor allem eine Entlastung der Lehrkräfte. So müssten laut den beiden Fachreferenten kleinerer Klassen geschaffen und die Zusatzaufgaben zu dem normalen Deputat einer Lehrkraft gesenkt werden. Sie kritisierten hier besonders, dass die Schulleitungen immer mehr Zusatzaufgaben an die Lehrkräfte delegierten, aber immer weniger Personal dafür zur Verfügung hätten. Laut Martina Scherer würde die Qualität der schulischen Ausbildung durch die genannten Maßnahmen erhöht und eine Rückbesinnung auf den Kern des Lehrerdaseins, nämlich als Lehrkraft wieder mehr für seine Schülerinnen und Schüler da sein, möglich gemacht werden.

Abschließend bedankten sich Lorenz Siegel als JU-Kreisvorsitzender gemeinsam mit Johanna Dietl im Namen aller anwesenden JU-Mitglieder für die interessanten Beiträge und Diskussionsgrundlagen und händigten den beiden Vertretern der Jungen Philologen zum Dank die heimische Gebäckspezialität „Mannemer Dreck“ aus.

CDU-Nachwuchs: Abschaffung der Schule ohne Noten richtiger Schritt!

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Die Junge Union (JU) Mannheim und die Schüler Union (SU) Mannheim begrüßen die Entscheidung der baden-württembergischen Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann den Modellversuch Schule ohne Noten auch an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Mannheim nicht zu verlängern.

Im vergangenen Juni war Dr. Eisenmann noch zu Gast in der Quadratestadt. Bereits damals gab es massive Kritik an den grün-roten Träumereien zur vermeintlichen Verbesserung der Schuldbildung, wie beispielsweise die Schule ohne Noten oder die Lern- und Lehrmethode Schreiben nach Gehör.

„Die Abschaffung dieser realitätsfernen Unterrichtsmethoden war überfällig. Seit die grün-rote Landesregierung nach der Wahl 2011 den Schulbereich mit ihren ideologisch getriebenen bildungspolitischen Experimenten überzogen hatte, sanken die Ergebnisse baden-württembergischer Schüler in bundesweiten Vergleichsstudien rasant ab. SPD und Grüne wollen schon seit jeher Leistungsgedanken und individuelle Förderung aus dem Schulalltag entfernen. Wichtig für die Schulen und die Schülerschaft in unserem Land ist aber nicht eine künstlich geschaffene Gleichmacherei ganz im Sinne sozialistisch-antiautoritärer Kuschelpädagogik, sondern die Stärkung und Förderung der Eigenverantwortung und der Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Das Vergeben von Schulnoten bereits in der Grundschule sowie das korrekte Erlernen der deutschen Sprache haben sich in der Vergangenheit hinreichend bewährt“, zeigen sich die Kreisvorsitzenden von JU und SU, Lorenz Siegel und Jeremias Lerch, überzeugt.

„Die Schule soll die Schüler auf ihr zukünftiges Leben vorbereiten. Wer nicht richtig rechnen, lesen oder schreiben kann, wird in unserer zunehmend technologisierten Welt gesellschaftlich und beruflich abgehängt. Einfache Tätigkeiten werden zunehmend von Maschinen erledigt, weshalb der Bedarf an Menschen mit einem niedrigen Bildungsniveau, die solche Tätigkeiten bisher ausgeübt haben, stetig sinkt. Ein solider Bildungsstand sowie eine gewisse Realitätsnähe sind die Grundvoraussetzungen für einen guten Start in das Leben“, so der Finanzreferent der Jungen Union Mannheim, Philipp Rudi.

„Was man einmal gelernt hat, vergisst man nicht so leicht. Deshalb sollte man es direkt richtig lernen“, sind sich die Mitglieder von Junger Union und Schüler Union abschließend einig. In beiden Jugendorganisationen ist man sich sicher, dass die baden-württembergischen Schüler durch eine CDU-Kultusministerin wieder an die Spitze des nationalen Bildungsrankings geführt werden.

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