Migranten mit ihren Sorgen ernst nehmen

„Das Buch „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin werde ich nicht lesen. Ich habe über viele Jahre meine eigenen Erfahrungen in der Integrationspolitik gemacht“. Regina Trösch, Stadträtin und Integrationsbeauftragte der CDU Mannheim, diskutierte unlängst mit mehr als 25 Mitgliedern der Jungen Union (JU) Mannheim über dieses heiße Thema. Auf Einladung des integrations-und kulturpolitischen Sprechers der JU, Mathias Kwapil, berichtete Trösch über ihre politischen Werdegang und über den Stand der Integrationspolitik in Mannheim. Trösch erinnerte daran, dass die Einrichtung einer Asylunterkunft 1975 auf der Schönau der Startschuss für ihr integrationspolitisches Engagement gab. Nach dem Beschluss der CDU Deutschland zur Einrichtung von Integrationsbeauftragten in den Kreisverbänden übernahm Trösch dann 1995 diese Tätigkeit in Mannheim und legte auch hier einen Schwerpunkt ihrer Ratstätigkeit.„Eine gelungene Integrationspolitik fängt damit an, dass man Migranten mit ihren Sorgen und Nöten ernst nimmt und über gemeinsame Tätigkeiten in Moschee und Instituten abholt“, so resümierte Trösch ihre Erfahrung in diesem politischen Bereich. Dabei war sich die Gemeinderätin mit den Mitgliedern der JU Mannheim einig, dass Bildungsdefizite, Sprachbarrieren und mangelnde „Anreizinstrumente“ die Integrationspolitik nicht einfacher machen. Gerade gegen die „doppelte Halbsprachigkeit, also das Nichtbeherrschen der Muttersprache und der deutschen Sprache, muss entschieden vorgegangen werden. Dazu der integrationspolitische Sprecher der JU Mannheim, Mathias Kwapil: „Wir brauchen Sanktionsmöglichkeiten bei integrationsunwilligen Bürgern. Hier muss der Staat gesetzliche Grundlagen schaffen, um dadurch zusätzliche Integrationsanreize zu schaffen.“ Dennoch „hat Mannheim bereits historisch eine große Erfahrung mit Migration, daher werden wir auch diese Herausforderung in Zukunft stemmen“, gaben sich Regina Trösch und Mathias Kwapil übereinstimmend optimistisch. Christian Stalf, stellvertretender Kreisvorsitzender der JU Mannheim, stellte in seinem Schlusswort fest: „Mannheim und wir als Jugend haben ein strategisches Interesse daran, dass Integration in unserer Stadt gelingt. Daher dürfen auch wir als Partei dieses wichtige Thema nicht dogmatisch diskutieren, sondern müssen pragmatisch schauen, wie wir eine multikulturelle Bürgergesellschaft ermöglichen können.“

[nggallery id=6]

© Junge Union Baden-Württemberg