Mannheim soll „Ausgehstadt“ werden

Junge Union fordert Umdenken der Stadtverwaltung beim Thema innerstädtisches Nachtleben

„Die Mannheimer Innenstadt ist zwar ein Paradies zum Einkaufen, aber wenn man abends etwas erleben will, erlebt man eher gespenstige Friedhofsruhe“, wettert Nikolas Löbel, Kreisvorsitzender der Jungen Union Mannheim. Und dabei geht es den CDU- Nachwuchspolitikern nicht nur um die Interessen der jungen Generation bei deren Abendplanung, sondern vielmehr um die Attraktivität der Stadt Mannheim für Mensch und Wirtschaft. „Wir müssen es schaffen, die Verweildauer der Menschen in unserer Innenstadt zu verlängern. Zudem haben sich die Menschen einen mediterranen Lebensstil angewöhnt, so gehen sie später weg und bleiben auch gerne mal länger. Hieran muss sich die Stadtverwaltung bei der Gestaltung ihrer Vorgaben besser orientieren“, so JU-Chef Löbel. Dabei nimmt die Junge Union auch Bezug auf das vergangene Stadtfest. „Einen solch großen Besucheransturm zu später Stunde haben wir beim Stadtfest bisher noch nie erlebt. Auch, aber nicht nur durch die Wetterlage bedingt, kamen die meisten Besucher erst gegen 21 Uhr in die Stadt. Doch um 23 Uhr mussten bereits die musikalischen Darbietungen wieder beendet werden“, so ein enttäuschter Ramon Tschierschke, Pressereferent der Jungen Union und Feuerio-Aktivist. „Wir wollen, dass die Stadtverwaltung bei der Auslegung der Rechtsvorschriften mehr auf die Interessen der Gesamtbevölkerung und weniger auf die Beschwerden einiger weniger Anwohner Rücksicht nimmt. Es kann nicht sein, dass uns als Großstadt beinahe jedes pfälzische Weindorf in Sachen Nachtleben den Rang abläuft“, so Löbel und Tschierschke. Die Junge Union sieht hier vor allen Dingen die einengenden Vorgaben der kommunalen Ordnungsbehörden in der Kritik. „Wir wissen, dass der Oberbürgermeister und auch unser zuständiger Kulturbürgermeister diesen Sachverhalt ähnlich beurteilen. Daher muss sich die restriktive Handhabung der Sicherheitsbehörden wandeln. So könnte beispielsweise eine längere Außenbewirtschaftung auch bei innerstädtischen Events wie dem Stadtfest zu einer Belebung der Innenstadt beitragen. „Grundsätzlich bedarf es aber eines einheitlichen Konzepts der Stadtverwaltung in Abstimmung mit der ansässigen Gastronomie zur Förderung des innerstädtischen Nachtlebens. Dabei soll es eine klare Ausweisung von Freizonen geben, in denen auch noch zu späterer Stunde gefeiert werden darf“, so Löbel abschließend.

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