Junge Union kritisiert Wirtschaftsförderung des Rathauses

CDU-Nachwuchsorganisation nach Abwanderung von Mannheimer Traditionsunternehmen besorgt über die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Mannheim

„Wir machen uns ernsthafte Sorgen um den Wirtschafts- und Ausbildungsstandort Mannheim“, so Nikolas Löbel, Kreisvorsitzender der Jungen Union. „Die Verwaltungsspitze des Mannheimer Rathauses scheint nicht in der Lage zu sein, in Kooperation mit der Wirtschaft wirklich zukunftsfähige Entwicklungskonzepte für die Stadt und ansässige Unternehmen zu evaluieren. Mit der heutigen Bekanntgabe des Mannheimer Traditionsunternehmens Kartoffel Kuhn, mit seiner Betriebesstädte der Stadt Mannheim den Rücken zu kehren, verliert Mannheim nicht nur wertvolle Gewerbesteuereinnahmen, sondern auch einen Werbeträger für die Stadt und deren wirtschaftliche Attraktivität“, so die CDU-Nachwuchspolitiker.

Neben den viel spekulierten Abwanderungspläne des bekannten Mannheimer Unternehmens Joseph Vögele AG, dem Weltmarktführer im Bereich der Straßenfertigungsmaschinen, scheint nun mit der heutigen Mitteilung der Firma Kartoffel Kuhn eine Art „Abwanderungsflut“ zu drohen, so die Kritik.

„Wenn in dieser Woche die Spekulationen über eine Verlagerung des Unternehmens Joseph Vögele AG nach Ludwigshafen bestätigt werden, so wandern zwei große Arbeitgeber aus der Stadt ab. Die Junge Union zeigt sich an dieser Stelle ebenso enttäuscht von der politischen Arbeitsweise der Nachbarstadt. “ Wo bleibt da der allseits so oft gelobte Geist der regionalen Zusammenarbeit“, so Löbel nachfragend. Grund der betrieblichen Richtungsentscheidungen scheinen aber nicht etwa betriebswirtschaftliche Probleme zu sein, nein ganz im Gegenteil, fehlende wirtschaftliche Entwicklungschancen und mangelnde politischer Gestaltungswille aus dem Mannheimer Rathaus scheinen ausschlaggebend für diese Entscheidungen.

„Hier sehen wir vor allen Dingen den Fachbereich Wirtschaftförderung der Stadtverwaltung und die Stadtspitze in der Kritik. Die Stadtspitze kann doch nicht Tag für Tag von sprudelnden Steuerneinnahmen reden und bei dieser wirtschaftspolitischen Standortpolitik tatenlos zusehen“, so Nikolas Löbel. Es fehlt der Stadtspitze scheinbar an der von ihr selbst so oft gelobten perspektivischen Weitsicht. Hier geht es nicht nur um heutige Arbeitsplätze und wichtige Grund- und Gewerbesteuereinnahmen, sondern auch um Ausbildungsplätze und den Zukunftsstandort Mannheim, so Löbel abschließend.

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