Junge Union fordert Gebührenfreiheit für Vereine

„Die Tatsache, dass die Mannheimer Stadtverwaltung und somit der Oberbürgermeister als deren Chef nicht bereit ist, auf die Gebühren für die Genehmigung von Straßen- und Stadtteilfesten zu verzichten, zeigt, wie weit sie sich mittlerweile von den Bürgern dieser Stadt entfernt hat und welchen Wert sie dem Ehrenamt beimisst“, so die Kreisvorsitzende der Jungen Union Mannheim, Katharina-Sarah Dörr.

„Es sind die vielen Mannheimer Vereine und Vereinigungen, die mit viel Einsatz und Engagement zur Vielfalt im kulturellen und gesellschaftlichen Leben in den Stadtteilen maßgeblich beitragen. Die Ehrenamtlichen opfern einen erheblichen Teil ihrer Freizeit vor, während und nach den jeweiligen Veranstaltungen. Dass sie dafür von der Stadt noch zur Kasse gebeten werden, ist eine Frechheit“, reagiert Arthur Vogt, Beisitzer im JU-Kreisvorstand und Mitglied im Vorstand des Gemeinnützigen Vereins Rheinau, mit Unverständnis auf die Empfehlung aus dem Rathaus, die Gebührenbefreiung abzulehnen.

In vielen Stadtteilen wie Feudenheim, Sandhofen oder Rheinau sind die Kerwen und Stadtteilfeste mit mehreren tausend Besuchern das Highlight im jährlichen Veranstaltungskalender und ziehen auch Besucher jenseits der Mannheimer Stadtgrenzen an.

Darüber hinaus wirken Stadtteilfeste identitätsstiftend für die Bürger.

Trotz großer Resonanz ist es bei vielen Festen jedes Jahr ein Kampf, genügend Sponsoren zu finden, um die anfallenden Gebühren und andere Kosten zu decken. Hier sollte die Stadt ein Zeichen setzen und zumindest eine Veranstaltung pro Jahr gebührenfrei durchführen lassen, anstatt den Vereinen noch zusätzlich Steine in den Weg zu legen.

Die Junge Union setzt hierbei auf die CDU-Gemeinderatsfraktion, sich auch weiterhin für die Interessen der Vereine und eine Gebührenbefreiung einzusetzen.Ebenfalls unzufrieden zeigt sich die Junge Union mit der Vorgehensweise des Rathauses, die die Vorlage nur zum Versand vorgesehen hatte. „Transparenz ist etwas anderes“, mahnt die Junge Union abschließend in Richtung des Oberbürgermeisters Dr. Kurz.

 

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