Fußball-Ausschreitungen müssen Thema im Gemeinderat werden

„Wir sind entsetzt über das Maß der Ausschreitungen an Gewalt im Nachgang zum Fußballspiel des SV Waldhof Mannheim. Der polizeiliche Einsatz von Wasserwerfern ist nicht nur ein Novum in Mannheim, sondern zeigt auch die Brutalität auf, mit der Fans gegen die öffentliche Gewalt vorgegangen sind“, so eine schockierte JU-Kreisvorsitzende Katharina-Sarah Dörr.

„Nach den ersten Schilderungen war der Einsatz der Wasserwerfer das geeignete, mildeste und zugleich wohl einzig geeignete Mittel, um die Ausschreitungen einzugrenzen und die Schlägertrupps aufzuhalten. Insoweit vertrauen wir dem Urteilsvermögen unserer Polizei und stehen hinter den Beamten“, erklärt CDU-Stadtrat Nikolas Löbel.

Der CDU-Nachwuchs regt aber zugleich eine gemeinderätliche Debatte zur Gewalteskalation beim SV Waldhof an. „Es ist eine neue Eskalationsstufe im Mannheimer Fußball erreicht worden. Nun sollten sich die zuständigen Ausschüsse des Gemeinderates zusammensetzen und sich von Polizei, Stadtverwaltung, Verein und Fangruppen berichten lassen. Es sollte im Interesse des Gemeinderates liegen, solche brutalen Fanübergriffe und den daraus entstehenden Imageschaden für Fußball und die Stadt Mannheim zu verhindern“, mahnt CDU-Stadtrat Nikolas Löbel.

„Auch wenn der gestrige Polizeieinsatz zeigt, dass die Polizei richtig entschied, 1300 Beamte vorzuhalten, so kann es nicht sein, dass ein Spiel der 4. Liga den Steuerzahler knapp 800.000 Euro kostet. Da fehlt jegliche Kosten-Nutzen-Relation. Da müssen sich auch der SV Waldhof und dessen Vereinsführung etwas einfallen lassen, denn Steuergelder können besser eingesetzt werden, als gewaltbereite Fußballfans im Schach zu halten“, so Dörr und Löbel abschließend.

 

 

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