Europa am Wendepunkt – Diskussion mit Moritz Oppelt

Gemeinsame Veranstaltung von Senioren Union (SenU) und Junger Union (JU) mit Moritz Oppelt

Gemeinsame Veranstaltung von Senioren Union (SenU) und Junger Union (JU) mit Moritz Oppelt

Die Europäische Union blickt auf ein schwieriges Jahrzehnt zurück. Finanz-, Euro- und Migrationskrise haben die europäischen Institutionen schwer belastet. Das Erstarken von Nationalismus und Populismus, die verschärfte internationale Sicherheitslage und der sich immer wieder verzögernde EU-Austritt Großbritanniens sind nur einige der Probleme, welche die Union aktuell in Atem halten. Um die Europäische Gemeinschaft besser für die Herausforderungen von innen und außen zu wappnen, sind neue Impulse vonnöten. Den in wenigen Tagen stattfindenden Wahlen zum Europäischen Parlament kommt deshalb richtungsweisende Bedeutung zu.

Vor diesem Hintergrund konnten die Junge Union (JU) und die Senioren Union (SenU) Mannheim gemeinsam am 14. Mai Moritz Oppelt, der auf Listenplatz 7 der CDU Baden-Württemberg für das Europäische Parlament kandidiert, zu einer Diskussionsrunde begrüßen.

Im Gespräch

Im Gespräch

„Die Krisen des vergangenen Jahrzehnts haben das Vertrauen in die nationalstaatliche Politik, aber auch in die Institution Europäische Union geschwächt, weil die EU keine Lösungen anbieten konnte. Für die Zukunft ist entscheidend, dass Europa bei den großen Fragen handlungsfähiger wird.“, zeigte sich Oppelt zu Beginn der Diskussion überzeugt. Besonders in drei Politikfeldern sei es wichtig, dass Europa zukünftig enger zusammenarbeitet. In der Migrationspolitik müsse ein gemeinsames Asylrecht geschaffen werden. In der Außenpolitik werde es entscheidend sein, das Prinzip der Einstimmigkeit durch Mehrheitsentscheidungen zu ersetzen. Nur so könnten schnell und gemeinsam Lösungen für Konflikte an Europas Grenzen gefunden werden. Auch in der Umwelt- und Energiepolitik sei eine stärkere Koordinierung vonnöten. Zusammen könne die EU eine nachhaltige und wirtschaftliche Energiepolitik durchsetzen, die anderen Ländern als Vorbild dienen könnte. „Wenn wir auf diese großen Fragen klare Antworten geben auf europäischer Ebene, dann kann man auch dem Rechtsruck in vielen europäischen Ländern etwas entgegensetzen.“, so Oppelt.

Eine erfolgreiche sachorientierte Arbeit der europäischen Institutionen werde alleine jedoch nicht ausreichen, die Skepsis gegenüber dem Gemeinschaftsprojekt vollständig auszuräumen, waren sich die Mitglieder der JU und SenU Mannheim sicher. „Zum Thema Europa werden meistens zunächst nur negative Gedanken geäußert. Oft werden die Vorteile vergessen, welche die Union mit sich bringt.“, gab Martina Sturm, Kreisvorsitzende der Senioren Union Mannheim, zu bedenken. „Die Kommunikation muss sich verbessern.“, pflichtete Moritz Oppelt bei. In der Kommunikation gehe viel verloren. Die europäischen Regelungen hätten immer einen sinnvollen Kern und seien wichtig für den Binnenmarkt. Der Sinn der Regelungen werde jedoch nicht ausreichend vermittelt. Dies gelte auch für die Positionen der Parteien im politischen Wettbewerb auf europäischer Ebene. Zu selten gelinge es, dem Wähler zu vermitteln, welche Positionen die einzelnen europäischen Parteienfamilien genau vertreten. „Kommunikation ist das A und O.“

Europa am Wendepunkt – Diskussion mit Moritz Oppelt

Europa am Wendepunkt – Diskussion mit Moritz Oppelt

„Die jetzige Situation mit Frieden, Freiheit und Wohlstand stellt eine absolute Ausnahme in der Geschichte dar. Europa ist historisch ein einmaliges Glück, das wir erhalten müssen.“, zeigte sich Oppelt entschlossen. „Für die junge Generation ist Europa eine Selbstverständlichkeit, sie hat nie etwas anderes erlebt. Blickt man allerdings ein paar Jahrzehnte zurück, so wird deutlich, dass Frieden und Freiheit in Europa keine Selbstverständlichkeit sind. Die europäische Einigung war und ist ein langer, mühsamer Prozess. Bei gemeinsamen Veranstaltungen von Junger Union und Senioren Union zu Europa haben wir die wertvolle Möglichkeit, das Gemeinschaftsprojekt Europa aus einer generationenübergreifenden Perspektive zu betrachten.“, fügte Philipp Rudi, Kreisvorsitzender der Jungen Union Mannheim, abschließend hinzu.

© Junge Union Baden-Württemberg