„Ein schwarzer Baum darf nicht rot leuchten“ – JU Mannheim und Alexander Mitsch zur aktuellen Lage der Union

Die Landtagswahlen in Thüringen sind vorüber. Und erneut geht die CDU als großer Verlierer hervor. Ein unaufhaltsamer Trend für ganz Deutschland? Darüber diskutierten Mitglieder und Freunde der Jungen Union (JU) Mannheim gemeinsam mit Alexander Mitsch, Chef der aufstrebenden WerteUnion.

„Nach der 13. verlorenen Wahl seit Zulassen der unkontrollierten Masseneinwanderung dürfte nun endlich klar sein, dass das große Problem unserer Partei im Kanzleramt sitzt“, so Mitsch. Damit schlägt er in die gleiche Kerbe wie etwa Friedrich Merz oder Roland Koch. Das Problem? „Uns fehlt eine klare Linie. Wir müssen wieder Ecken und Kanten zeigen. Es kann doch nicht sein, dass wir als JU-Mitglieder nicht einmal mehr wissen, wofür die CDU bedingungslos einsteht“, so der Mannheimer JU-Kreisvorsitzende Lennart Christ. Unterstrichen wird das vom Wahlausgang in Thüringen – ein Spiegelbild der Entwicklung der vergänglich so stolzen Volkspartei CDU. Erstmalig verfügen zudem die Parteien der politischen Ränder über die Mehrheit. Für die CDU ergibt sich eine Zwickmühle: Als Partei der Verantwortung ist man bestrebt, dieser auch nachzukommen. Heißt im konkreten Fall: Koalition mit der Linkspartei. Mitsch und die Junge Union stimmen überein: Eine Zusammenarbeit von CDU und Linker würde die Ideale der Deutschen Einheit und der CDU verraten. „Wer sich strikt weigert, die DDR zum Unrechtsstaat zu erklären, kann niemals integrer Teil unserer Gesellschaft sein“, so Moritz Plohberger, stellvertretender JU-Kreisvorsitzender. Und weiter: „Diese Partei ist die Nachfolgeorganisation der SED. Unter ihnen sind Sympathisanten früherer Mauerschützen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“

Die gegenwärtigen Entwicklungen könnten nicht nur zum Verlust des Statuts Volkspartei führen. Vielmehr droht der CDU, in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, ähnlich wie die SPD es bereits tut. „Wir brauchen eine Politikwende“, betonte Alexander Mitsch, „und dazu brauchen wir neues Personal – Leute, die aus Überzeugung für eine Sache einstehen.“ Dazu gehöre auch, „einfach Mal konsequent auf einem Standpunkt zu beharren, auch wenn es Gegenwind gibt. Da darf man doch nicht jedes Mal sofort nachgeben“, so der Chef der WerteUnion. „Die Unzufriedenheit betrifft alle Ebenen der Partei: Vor allem die Basis sticht hervor, weshalb Mitsch beispielsweise auch den Antrag der Jungen Union zur Urwahl des Kanzlerkandidaten unterstützt: „Die Basis ist unzufrieden. Geben wir ihr doch die Chance, etwas zu ändern.“

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