Daniel Caspary über CDU, EU und Kommunikation

Diskussion mit den Mannheimer Kreisverbänden von RCDS und Junger Union

Landesvorsitzender des RCDS Baden-Württemberg und Quizmaster: Jan Seeberger

Landesvorsitzender des RCDS Baden-Württemberg und Quizmaster: Jan Seeberger

Wo steht Europa? Wozu brauchen wir Europa? Wenn von Europa im politischen Kontext gesprochen wird, ist gemeinhin von der Europäische Union die Rede. Diese steuert aktuell nicht nur auf schwieriges Fahrwasser zu, sondern bewegt sich längst innerhalb von selbigem. Nach einem einleitenden Pub Quiz rund um unseren Kontinent begrüßten Jonas Bauer, Vorsitzender des RCDS Mannheim und Philipp Rudi, Kreisvorsitzender der Jungen Union, MdEP Daniel Caspary in den Räumlichkeiten der KDStV Churpfalz. Kurz vor der Wahl kam der CDU-Abgeordnete damit dem Wunsch nach, noch einmal mit den Nachwuchspolitikern über Probleme und Herausforderungen – sowohl für die CDU als auch für die EU – zu debattieren. Caspary zeigte sich pflichtbewusst und verwies auf den gemeinsamen europäischen Weg, der weder durch rechts- noch linksextreme Kräfte aufgehalten werden dürfe. Hinsichtlich der bisher bestehenden Großen Koalition zwischen Konservativen und Sozialdemokraten im EU-Parlament, zeigte er sich offen für neue Bündnisse. Nach aktuellen Hochrechnungen dürfte es nicht erneut für eine Mehrheit der bisherigen Koalition reichen.

Angeregte Diskussion mit Daniel Caspary MdEP

Angeregte Diskussion mit Daniel Caspary MdEP

In Bezug auf die Vorkommnisse innerhalb der CDU verwies der gebürtige Karlsruher auf missverständliche Kommunikation, die beispielsweise in Bezug auf Artikel 13 (Upload-Filter) zu Unverständnis unter Wählern geführt habe. JU und RCDS stimmten überein und forderten eine klare Linie der Partei, die der gesamten Bevölkerung unmittelbare vermittle, wofür man eigentlich einstehe und warum. Ähnlich verhält es sich laut Caspary rund um die fortwährende Diskussion zur „Fridays for Future“-Bewegung. Die Partei müsse Einigkeit ausstrahlen und dies klar kommunizieren – so der Tenor von Caspary und den anwesenden Nachwuchspolitikern. „Wir müssen nicht darüber streiten, ob die Schulpflicht verletzt wird oder nicht. Das ist nicht der Punkt. Wir müssen vielmehr ganz klar anhand von nüchternen Fakten aufzeigen, wo die Wahrheit wirklich liegt“, so Moritz Plohberger, Pressereferent der Jungen Union. Jonas Bauer und Philipp Rudi stimmten überein, dass dies „unsere Aufgabe ist, die jungen Leute abzuholen und zurück auf eine nachhaltige Diskussionsbasis zu führen.“

Philipp Rudi, Daniel Caspary MdEP & Jonas Bauer

Philipp Rudi, Daniel Caspary MdEP & Jonas Bauer

Kommunikation sei laut Caspary auch das ausschlaggebende Stichwort, wenn es um den Umgang mit rechtspopulistischen Parteien im EU-Parlament gehe. Es ist absehbar, dass aus allen Lagern Stimmen ins rechte Lager wandern könnten. Für die Jungpolitiker ist daher entscheidend, konstruktiv und sachlich zu debattieren – frei von ideologischen Unmutsbekundungen, „denn damit gewinnen wir bestimmt keine Wähler zurück. Das hat Vergangenheit in Deutschland, wie auch in anderen EU-Staaten deutlich gezeigt“, stellte Philipp Rudi klar. Nichtsdestotrotz sei klar, dass diese teils EU-feindlich eingestellten Parteien im Parlament nicht mit Handkuss empfangen würden. „Europa steht am Scheideweg. Das müssen wir akzeptieren und deshalb gilt es mehr denn je, jetzt nachhaltige Entscheidungen im Sinne möglichst aller Bürgerinnen und Bürger zu treffen“, so der Tenor der Mitglieder der anwesenden Jugendorganisationen. RCDS und JU sehen die CDU mit Daniel Caspary gut gewappnet, genau diese Herausforderungen erfolgreich zu bestreiten.

© Junge Union Baden-Württemberg