Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in Mannheim

Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in Mannheim stand im Mittelpunkt eines Veranstaltungsblocks der Jungen Union (JU) Mannheim an den beiden vergangenen Montagen. Am 5. November besuchte die Mannheimer Gruppe zunächst die Bürgerinformationsveranstaltung zum Ausbau des Mannheimer Stadtbahnnetzes und der Anbindung der neuen Stadtquartiere im Stadthaus N1. Eine Woche später, am 12. November, stand Marcus Geithe, der als Geschäftsführer der MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH für die Steuerung und Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs verantwortlich ist, den Nachwuchspolitikern Rede und Antwort rund um die ÖPNV-Angebote der Zukunft.

Marcus Geithe
Geschäftsführer der MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH

In Zeiten, in denen in vielen deutschen Städten Dieselfahrverbote drohen oder bereits in Kraft getreten sind, die Gefahren durch den menschengemachten Klimawandel stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken und der Zuzug von immer mehr Menschen vom Land in die Städte die Verkehrswege belastet, ist es Aufgabe der Politik, bestehende umweltfreundliche Verkehrskonzepte auszubauen und neue, ökologische Verkehrskonzepte zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund stand der geplante Ausbau der Stadtbahn bis 2026 im Mittelpunkt der Diskussion. „Bereits Anfang 2017 waren die für 2020 prognostizierten Fahrgastzahlen erreicht“, zeigte sich Geithe vom Erfolg der letzten Netzerweiterung in Mannheim durch die Stadtbahn Mannheim Nord überrascht. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage sei ein Ausbau des ÖPNV-Netzes notwendig. Besonders am Hauptbahnhof, wo es regelmäßig zu Kapazitätsengpässen komme, sei ein Projekt zum Ausbau der Bahnsteiglänge und zur vollständigen Gewährleistung der Barrierefreiheit initiiert. Darüber hinaus sieht die städtische Planung vor, die im Zuge der Konversion entstehenden Wohn-, Arbeits- und Gewerbeflächen durch eine direkte Stadtbahnanbindung infrastrukturell zu erschließen. Erklärtes Ziel sei es, Benjamin-Franklin-Village zu einem „Muster vorbildlicher Mobilität zu machen und eine attraktive und ökologische Direktverbindung von den neuen Stadtquartieren in die Innenstadt zu gewährleisten. So werden außerdem Anreize geschaffen, auf den Kauf eines eigenen Autos zu verzichten und stattdessen auf verschiedene Mobilitätskonzepte entweder in Form von Carsharing oder Nahverkehr zurückzugreifen“, so Geithe.

Eine Verkürzung der Verkehrstakte im Bahnverkehr und der verstärkte Einsatz von Expressbahnen als Reaktion auf die gestiegene Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr sei nur begrenzt möglich. „Wir bekommen ein Problem in Bereichen, in denen sich die Linien in der Innenstadt überlagern. Die Kapazitäten reichen nicht aus. Da sind wir an vielen Stellen bereits heute infrastrukturell an einer Grenze.“ Zumal die Stadtbevölkerung durch die Erschließung neuer Stadtteile in den nächsten Jahren weiterwachsen wird und die Ausbaukapazitäten der Stadtbahn in der Innenstadt erschöpft sind, muss neben dem auf die Innenstadt zentralistisch ausgerichteten Stadtbahnnetz der tangentiale Nahverkehr zwischen den Stadtteilen ausgebaut werden, um so die Innenstadt zu entlasten. „Im Ausbau des Nahverkehrs zwischen den Stadtteilen sehen wir Handlungsbedarf, um die Fahrzeiten hier deutlich zu verkürzen“, pflichtet der JU-Kreisvorsitzende, Philipp Rudi, bei. Auch im Hinblick auf die erhöhte Umweltverträglichkeit von Elektromobilität muss dafür der Bau weiterer Stadtbahnlinien in Erwägung gezogen werden, zeigen sich die Mitglieder der Jungen Union überzeugt. Zwar plant die Stadt Mannheim ab Dezember den verstärkten Einsatz von Bussen mit elektrischen Antriebsformen, allerdings deckt die Batteriegröße die erforderliche Tagesleistung voraussichtlich nicht ganz ab, ein zeitaufwendiges Nachladen wird notwendig und für die Batterien existiert noch kein Nachnutzungskonzept. Bei der Frage, ob sich die Elektromobilität beim Bus tatsächlich durchsetzen kann, zeigte sich auch Marcus Geithe skeptisch.

Die Zukunft des ÖPNV mit Marcus Geithe

Einen weiteren wichtigen Themenkomplex in der Diskussion stellte die Anbindung der Stadt Mannheim an Nachbarstädte und -gemeinden durch den ÖPNV dar. Während des Abrisses und der Sanierung der Ludwigshafener Hochstraßen ab 2023/2024 kann die Kurt-Schumacher-Brücke über den Rhein durch den ÖPNV nicht bedient werden, weshalb rheinüberschreitende Expresslinien und Taktverkürzungen bei den Bahnlinien über die Konrad-Adenauer-Brücke geplant sind. Zur Schaffung weiterer Kapazitäten wird über die Errichtung einer Seilbahn über den Rhein diskutiert. Um den Autoverkehr nach und aus Mannheim zu reduzieren, sollte die Anbindung der Nachbargemeinden durch den öffentlichen Nahverkehr, wie z.B. Brühl, Ketsch und Ilvesheim, wieder verstärkt in den Fokus rücken. „Die Stadt muss bei diesem Thema verstärkt auf die Nachbargemeinden zugehen, damit auch diese ihren Anteil leisten“, so Dominik Cloppenburg, Mitglied im JU-Kreisvorstand.

Um mehr Menschen zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu bewegen, müssen auch Angebote für den Weg zur Haltestelle und zurück gemacht werden. „Problematisch ist die letzte Meile, nämlich der Weg zur Haltestelle und der Weg von der Haltestelle zurück. Davon werden die Leute abgeschreckt“, zeigte sich auch Marcus Geithe überzeugt. Im In- und Ausland getestete Varianten reichen von Carsharing-Angeboten über Fahrradverleih und geteilte Tretroller bis hin zu per App georderten Shuttlebussen. Die Mitglieder der Jungen Union sind sich einig, dass ein flexibles Angebot zur Überwindung der letzten Meile die Akzeptanz des ÖPNV in der Bevölkerung erhöhen wird. „Der Ausbau des Nextbike-Angebots in den Stadtteilen und eine bessere Verfügbarkeit von Fahrrädern an den Stationen wäre hier eine sinnvolle Maßnahme“, ist sich Anna Basten, Mitglied im JU-Kreisvorstand, abschließend sicher.

„Die Deutschen waren das glücklichste Volk der Welt!“

Volles Schloss beim Festakt

„Ich kann mich noch sehr gut an die damaligen Bilder erinnern. Die Deutschen waren das glücklichste Volk der Welt!“ Unter anderem mit diesen Worten eröffnete die Generalsekretärin der Christlich Demokratischen Union (CDU) Deutschlands, Annegret Kramp-Karrenbauer, ihre mitreißende Festrede anlässlich des Tags der Deutschen Einheit. Eingeladen zum Festakt hatten sie die CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel und Torbjörn Kartes zusammen mit CDU-Fraktionsvorsitzenden Claudius Kranz und Dr. Peter Uebel.

Den 3. Oktober – die deutsche Wiedervereinigung – feierten traditionell zahlreiche Mitglieder und Gäste der beiden CDU Verbände Mannheim und Ludwigshafen im Rittersaal des Mannheimer Schlosses. Kramp-Karrenbauer schilderte zunächst ihr eigenes Empfinden der damaligen Geschehnisse und erinnerte die Anwesenden an die Eindrücke, die sie in dieser Zeit gesammelt hatte. So sprach sie beispielsweise von der Plenarsitzung des deutschen Bundestages, in der sich die Abgeordneten spontan erhoben hatten , um die deutsche Nationalhymne anzustimmen, oder die Bilder von den vielen Menschen, die vor dem Brandenburger Tor auf der Mauer gesessen hatten.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Gleichzeitig mahnte Kramp-Karrenbauer aber auch die aktuelle Situation an: „Das Projekt Europa ist in Gefahr. Wir Deutsche müssen uns für ein geeintes Europa stark machen. Wir haben die Trennung am eigenen Leib erfahren. Nur wenn wir zusammenhalten, werden wir die noch größeren Herausforderungen auf europäischer Ebene lösen können“, so die CDU-Generalsekretärin abschließend.

Festakt anlässlich des Tags der deutschen Einheit

SU: Schüler Union Mannheim mit neuem Vorstand

Am Donnerstag, den 27. September 2018, kam die Schüler Union (SU) Mannheim zur ihrer diesjährigen Kreisjahreshauptversammlung zusammen um einen neuen Vorstand zu wählen. Die Tagesleitung übernahm der ehemalige SU-Kreisvorsitzende Lorenz Siegel. Neben vielen SU-Mitgliedern, nahmen auch der JU-Kreisvorsitzende Philipp Rudi, der ehemalige SU-Landesvorsitzende Tobias Bunk, sowie der amtierende stellvertretende Landesvorsitzende Noah Castioni als Gäste am Treffen teil.

Der neue Kreisvorstand (v.l. Valentin Hörner, Cornelius Rebmann, Karl Güniker, Noah Castioni, Leon Ebel, Joshua & Jeremias Lerch, Dorian Bednar)

Nach fast zwei Jahren an der Spitze gab der Kreisvorsitzende Jeremias Lerch sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter Leon Ebel ab. Lerch hatte nicht mehr kandidiert, da er zum Start des Herbstsemesters ein Studium an der Universität Wien begonnen hat. Zum neuen stellvertretenden Kreisvorsitzenden wurde Valentin Hörner gewählt. Das Amt des Finanzreferenten wird fortan Karl Güniker bekleiden, der erstmals im Vorstand vertreten ist. Zudem wird Noah Castioni neuer Kreisgeschäftsführer und Cornelius Rebmann bleibt weiterhin Schriftführer. Vervollständigt wird der Vorstand durch die Beisitzer Dorian Bednar, sowie die beiden Brüder Joshua und Jeremias Lerch.

Jeremias Lerch eröffnete die Sitzung mit einem Überblick über die geleistete Arbeit während seiner Amtszeit. Besonders hob er die gemeinsam mit der Jungen Union Mannheim durchgeführte Veranstaltung mit den Landesvorsitzenden der Jungen Philologen, sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit anderen Kreisverbänden bei verschiedenen Treffen hervor, wie beispielsweise der Süd-West-Konferenz und dem Landesausschuss. Auch wenn es ihn studienbedingt in eine andere Großstadt zieht, möchte er weiterhin seine Erfahrung in den zukünftigen Kreisvorstand einbringen.

Der neugewählte Kreisvorsitzende Leon Ebel

In seiner Vorstellungsrede betonte Leon Ebel, dass die Schüler Union sich auch weiterhin für ein dreigliedriges, leistungsorientiertes Bildungssystem einsetzen müsse. „Die rot-grünen Bildungsreformen haben bis heute tiefe Spuren hinterlassen. Wir müssen alles dafür tun, dass das baden-württembergische Bildungssystem wieder seine Spitzenposition im Ländervergleich einnimmt“, so Ebel weiter. Er hält es für dringend notwendig, die verbindliche Grundschulempfehlung wiedereinzuführen und neue Lehrerstellen zu schaffen.

Ebel beendete den Abend, indem er sich bei dem bisherigen Kreisvorsitzenden Jeremias Lerch für sein tatkräftiges Engagement bedankte und betonte, sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit zu freuen.

Vier Tage in der Hauptstadt!

Dokumentationszentrum Topographie des Terrors

Dokumentationszentrum Topographie des Terrors

Vier spannende Tage verbrachten die Mitglieder der Jungen Union (JU) Mannheim auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel MdB und des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung in Berlin. Der Schwerpunkt der Tagung für politisch Interessierte vom 23.09. – 26.09.2018 in der Bundeshauptstadt lag dabei auf der politischen Historie Deutschlands.

Auf der Agenda stand zunächst eine Führung durch das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors. Dort informierten sich die Teilnehmer eindrücklich über die Institutionen, die verantwortlich für die grausamen Verbrechen während der Zeit der nationalsozialistischen Terrorherrschaft waren. Die perfiden Methoden von Schutzstaffel (SS), Sturmabteilung (SA), Geheimer Staatspolizei (Gestapo) und der anderen Beteiligten der NS-Zeit, mit denen unzählige Menschen verfolgt, gefoltert und ermordet wurden, haben die Teilnehmer dabei nachdrücklich erschüttert.

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Mit dem anschließenden Besuch der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit (Stasi) wanderte der Fokus der Tagung auf die Nachkriegszeit. Vor Ort ist inzwischen die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen entstandenen. Dort konnten die mitgereisten JU-Mitglieder während einer Führung über das Gelände mit einem anwesenden Zeitzeugen ausführlich über die kriminellen Machenschaften der Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik reden. Besonders schockiert waren dabei alle über den im Keller angelegten, fensterlosen feuchtkalten Zellentrakt (dem sog. „U-Boot“). Mit Schlafentzug, stundenlangem Stehen, jahrelangem Arrest oder Aufenthalt in Wasserzellen wurden dort zu Zeiten der DDR Geständnisse von den Häftlingen erzwungen.

Parlamentshistorische Ausstellung

Parlamentshistorische Ausstellung

Einen Überblick über die bewegte Vergangenheit Deutschlands konnten die Tagungsteilnehmer außerdem noch einmal bei einem Besuch der Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege – Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“ bekommen. „Uns ist bewusst, dass es unsere Aufgabe ist, unsere freiheitliche demokratische Grundordnung gegen die Feinde der Verfassung zu verteidigen“, zeigte sich der JU-Kreisvorsitzende, Philipp Rudi, im Hinblick auf die deutsche Vergangenheit entschlossen.

Mit den Informationsgesprächen im Auswärtigen Amt und im Bundesrat begann anschließend der Teil der Tagung, der sich mit der politischen Gegenwart auseinandersetzte. Vor Ort wurde den Anwesenden der Umfang der diplomatischen Arbeit des Auswärtiges Amtes im In- und Ausland präsentiert. „Angesichts zahlreicher aktueller internationaler Krisen sind gute multilaterale Beziehungen von größter Bedeutung“, äußerte sich Gernot Wilken, Teilnehmer und JU-Vorstandsmitglied, nach dem Vortrag des Referenten in der Diskussion mit den anderen Reiseteilnehmern.

Gruppenfoto im Auswärtigen Amt

Gruppenfoto im Auswärtigen Amt

Abschließend besuchten die JU-Mitglieder noch eine Plenarsitzung des 19. Deutschen Bundestages und diskutierten mit dem Gastgeber der Reise, Nikolas Löbel MdB, aktuelle tagespolitische Themen. Das besondere Augenmerk der Diskussion lag dabei auf bundespolitischen Themen, die Mannheim besonders betreffen. „Die Vertretung Mannheims in Berlin und der Welt liegt bei Nikolas Löbel in guten Händen“, sind sich die mitgereisten JU-Mitglieder abschließend sicher.

Sportpolitischer Jour fixe mit Uwe Kaliske

Sporpolitischer Jour fixe mit Uwe Kaliske

Im Gespräch mit dem Fachbereichsleiter

Die Situation der Mannheimer Sportstätten und die unter Jugendlichen offenkundig abnehmende Begeisterung für Bewegung im Alltag waren die beiden großen Gesprächsthemen am vergangenen Montag. Auf Einladung der Jungen Union (JU) Mannheim gastierte mit Uwe Kaliske der Leiter des Fachbereichs Sport und Freizeit der Stadt Mannheim bei den Nachwuchspolitikern. Gemeinsam wurde die aktuelle Entwicklung, sowohl auf Mannheims Sportanlagen, als auch in gesellschaftlicher Hinsicht eingeordnet.

Als „besorgniserregend“, bezeichnete Philipp Rudi, Kreisvorsitzender der JU-Mannheim, die Tatsache, dass 15 Prozent der in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 3 und 17 Jahren mittlerweile übergewichtig sind – 6,3 Prozent davon gar adipös. „Wir müssen von politischer Seite die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen, um diesem Trend entgegenzuwirken“, stellte Rudi klar. Den Anfang müsse man vor der eigenen Haustüre machen, indem das Angebot auf kommunaler Ebene höchstmöglichen Ansprüchen genüge. Uwe Kaliske klärte die anwesenden Mitglieder der JU zunächst über den konkreten Status Quo in Sachen Mannheimer Sportanlagen auf: „Der von mir geführte Fachbereich 52 ist dafür zuständig, sowohl Außen- als auch Hallenanlagen zu verwalten. Dazu zählen neben Sportplätzen und -hallen auch Frei- und Hallenbäder sowie Eisflächen.“ Alle Sportstätten würden von der Stadt Mannheim im Rahmen der freiwilligen Selbstverwaltungsaufgaben geführt. Die Stadt sei demnach nicht verpflichtet, Sportstätten zu betreiben und könne über die Pflege – ob überhaupt und wie im Detail – entscheiden. „Diesen Umstand muss man im Hinterkopf behalten“, gab Kaliske zu bedenken. „Vergleicht man das Angebot der Stadt Mannheim in diesem Bereich mit dem Angebot der umliegenden Gemeinden, wird deutlich, dass wir in Mannheim bereits einen sehr hohen Einsatz leisten“, so Kaliske weiter. Die Problematik verlagert sich damit von der Quantität des Angebots in Richtung Qualität. Eine entscheidende Rolle spielt dabei nicht zuletzt der finanzielle Faktor.

Vor diesem Hintergrund diskutierten die anwesenden Mitglieder über die aktuelle Bäder-Situation. Das derzeitige städtische Konzept sieht neben der Schließung einzelner Vorort-Bäder den Um- und Ausbau des Herzogenriedbads für rund 100 Millionen Euro vor. Entstehen soll ein großes modernes Kombibad. Im Ergebnis würde damit die in Mannheim zur Verfügung stehende Wasserfläche wachsen – ein womöglich entscheidender Schritt in Richtung höhere Qualität.

Eine zunehmend wachsende Problematik ergibt sich darüber hinaus durch den schulischen Schwimmunterricht. Insbesondere an Grundschulen kommen Stunden im Hallenbad zu kurz – für die Junge Union eine der Kernursachen der gesundheitlichen Entwicklung unter Kindern und Jugendlichen. Fachbereichsleiter Kaliske verwies in diesem Zusammenhang auf fehlendes Personal an den Schulen. „Es mangelt an Lehrkräften, sodass der Schwimmunterricht oft nicht gestemmt werden kann. Dazu kommt, dass der Stundenplan oft nicht genug Platz für Schwimmstunden vorsieht.“ Schlussendlich führe dies dazu, dass die Schulen oft kaum bis gar keine Schwimmhallenzeiten mehr anfragen. Für die Junge Union ist klar, dass diese Entwicklung schnellstmöglich gestoppt werden muss. „Fehlendes Personal darf kein Multiplikator wachsender gesundheitlicher Probleme unter Jugendlichen sein“, so Lennart Christ, stellvertretender Vorsitzender JU-Mannheim. „Wir werden für den kommenden Landestag der Jungen Union Baden-Württemberg hierzu einen Antrag formulieren“, versprach deshalb Philipp Rudi. „Für Sport- und Schwimmunterricht vor allem an Grundschulen müssen künftig mehr Wochenstunden eingeplant und entsprechend mehr Sport- und Schwimmlehrer eingestellt werden“, zeigte sich Rudi entschlossen. Die Junge Union dankte Uwe Kaliske abschließend für den interessanten Einblick in die Situation aus Sicht der Stadt Mannheim.

Scheuerfest in Sandhofen: Minister Hauk spricht Landwirten Unterstützung zu

Scheuerfest mit Peter Hauk

Fleißige Helfer beim Scheuerfest mit Peter Hauk

In Sandhofen ist es seit vielen Jahren Tradition, einmal jährlich einen ranghohen Politiker einzuladen. Nach Wolfgang Bosbach und Norbert Lammert in den vergangenen beiden Jahren konnte diesmal Peter Hauk, Baden-Württembergs Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, als Gastredner gewonnen werden. Einziger Unterschied zu den vorherigen Veranstaltungen: Anstatt zum Starkbieranstich luden die Verbände erstmals seit 2013 zum gemeinsamen Scheuerfest. Auf Grund der diesjährigen Trockenheit war zu Beginn der Planungen nicht absehbar, ob es in diesem Jahr ausreichend Starkbier geben würde. Auch in Sachen Organisation gab es ein Novum. Neben den CDU-Ortsverbänden Sandhofen und Käfertal war diesmal auch der Kreisverband der Mannheimer Jungen Union (JU) in die Vorbereitungen involviert. „Wir möchten enger mit den CDU-Ortsverbänden zusammenarbeiten, als das bisher der Fall war. Eine solche Veranstaltung bietet eine gute Gelegenheit“, so Philipp Rudi, JU-Kreisvorsitzender. Anwesend waren auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel sowie Teile der CDU-Stadtratsfraktion, darunter deren Vorsitzender Claudius Kranz.

Scheuerfest mit Peter Hauk

Im Gespräch mit dem Landwirtschaftsminister

Wilken Mampel, Ortsvorsitzender in Sandhofen und Ausrichter der Veranstaltung, ist als Landwirt selbst von der anhaltenden Trockenheit im vergangenen Sommer eingeholt worden: „Die diesjährige Situation war für uns extrem. Wir hoffen deshalb auf Unterstützung der Politik.“ Nach den überaus trockenen und heißen Verhältnissen betonte Landesminister Hauk, dass die Bauern für ihre Ernteausfälle dringend vom Bund entschädigt werden müssten. Er stellte aber auch klar, dass der Bund nicht alleine über das Schicksal der Bauern entscheiden könne: „Die Landwirtschaft muss Rücklagen bilden können, um sich in Jahren wie diesem auch ein Stück weit selbst helfen zu können.“ Angesichts der ohnehin sinkenden Zahl an Höfen müsse möglichst schnell eine Lösung gefunden werden. „Von unseren landwirtschaftlichen Betrieben hängen Existenzen ab, die durch unerwartet hohe Ernteausfälle nicht gefährdet werden dürfen“, so Moritz Plohberger, Pressereferent der Jungen Union.

JU Mannheim spricht bei Klausurtagung über künftige Ausrichtung

Um außerhalb des wöchentlichen Jour fixe intensiv über die künftige Ausrichtung zu beraten, veranstaltete die Junge Union (JU) Mannheim auch in diesem Jahr eine Klausurtagung. Im eigenen Stadtbüro ging es neben organisatorischen Abläufen vor allem um die Themen Mitgliederwerbung, Öffentlichkeitsarbeit sowie die 2019 anstehende Kommunalwahl.

Zuallererst blickten die Anwesenden auf das starke Abschneiden der JU-Mannheim beim kürzlichen Bezirkstag der JU-Nordbaden in Karlsruhe zurück. Der stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Lennart Christ wurde dabei als Beisitzer in den Vorstand gewählt, zudem wurden alle Mannheimer Anträge angenommen.

Anschließend wurden weitere vergangene Veranstaltungen sowie die Ereignisse seit der diesjährigen Vorstandswahl noch einmal aufgerollt. Dabei stimmten die Mitglieder überein, dass sie auf überaus spannende Abende mit unterschiedlichen Gästen zurückblicken können. Unter anderem war der frühere JU-Kreisvorsitzende Christopher Siebler zu Gast gewesen, der tiefgründige Einblicke in energiepolitische Entwicklungen gab. In diesem Zusammenhang wurde auch über den montäglichen Jour fixe gesprochen, der auch in Zukunft beibehalten wird. „Unser wöchentliches Treffen ist nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal aller JU-Verbände in ganz Deutschland. Es verschafft uns auch viele Möglichkeiten, Woche für Woche über brandaktuelle Themen zu debattieren und Referenten einzuladen. Darüber hinaus trägt es dazu bei, neue Mitglieder schnell zu integrieren,“ so der Kreisvorsitzende Philipp Rudi.

In puncto Mitgliederwerbung waren sich alle anwesenden Mitglieder einig, dass die gegenwärtige Zahl an Aktiven durchaus höher sein dürfte. Zwar gäbe es keine Probleme, beispielsweise im Hinblick auf Veranstaltungen freiwillige Helfer zu finden. „Trotzdem sind wir uns im Klaren darüber, dass wir schon in größerer Runde beisammensaßen“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende Lennart Christ. Um künftig wieder mit mehr Teilnehmern über politische Themen debattieren zu können, wurde eine Reihe an Maßnahmen beschlossen. Kernziel dabei soll sein, Neumitgliedern und Interessenten schnell und kompakt einen Überblick über die Arbeit der JU-Mannheim zu verschaffen. Aus diesem Grund werden zunächst Visitenkarten bedruckt, die auf den montägigen Jour fixe verweisen. Zudem sind Flyer geplant, die über die Struktur der Jungen Union Deutschlands einerseits und über die inhaltliche Arbeit des Mannheimer Kreisverbands andererseits aufklären. Im wahrsten Sinne des Wortes Gesicht des neuen Konzeptes sollen die Mitgliederreferenten Nadine Schmitt und Lennart Christ werden, die das Cover des Flyers zieren sollen. Thematisiert wurden auch weitere Werbeartikel, die in der Vergangenheit bereits zur Mitgliederwerbung herangezogen wurden. Als durchaus erfolgreich erwies sich beispielsweise ein Bierdeckel, auf dem der Mitgliedsantrag aufgedruckt war, weshalb dies auch eine Maßnahme für die Zukunft darstellen könnte.

Ein weiterer wichtiger Punkt in Sachen Mitgliedergewinnung stellt die Verknüpfung mit der Öffentlichkeitsarbeit dar. Seit Wahl des neuen Kreisvorstands konnte die JU-Mannheim ihren öffentlichen Auftritt genauer strukturieren und auf dieser Basis intensivieren. Dazu zählt einerseits die kontinuierliche Pflege des Social Media-Auftritts, insbesondere bei Facebook und Instagram. Der bestehende Twitter-Account soll mittelfristig wiederbelebt werden. Fotos gemeinsamer Veranstaltungen, aber auch Statements in Form von geteilten Sharepics stellen Kernpunkte der Arbeit in den sozialen Medien dar. Andererseits beinhaltet die Öffentlichkeitsarbeit auch klassische Pressearbeit. Jede Veranstaltung mit Gastreferent sowie jedes Ereignis, das die Relevanz des wöchentlichen Jour fixe übersteigt, soll von jetzt an via Pressemitteilung festgehalten und anschließend an die lokalen Medien versandt werden. „Es ist wichtig, dass unsere Arbeit nicht im Verborgenen bleibt, sondern wir uns aktiv an die Öffentlichkeit und damit an potentielle Neumitglieder wenden“, erklärte Pressereferent Moritz Plohberger.

Um Interessenten nicht nur formal, sondern auch inhaltlich etwas an die Hand geben zu können, soll demnächst eine schriftliche Ausarbeitung der zentralen Standpunkte der Jungen Union Mannheim erfolgen. Dies soll einerseits dazu dienen, die für die Kommunalwahl 2019 ins Rennen geschickten Kandidaten inhaltlich von der Mutterpartei CDU differenzieren zu können. Andererseits ist es ein weiterer Schritt in Richtung Mitgliederwerbung, zumal das dann ausformulierte Programm Inhalt eines Flyers werden soll und auch online sowie in Social Media aufbereitet werden kann.

Um die Vielzahl an Ideen und geplanten Veränderungen umsetzen zu können, wurden verschiedene interne Arbeitskreise gebildet, die sich beispielsweise um die Organisation von Veranstaltungen oder den Auftritt in Social Media kümmern werden. Im Anschluss ließen die anwesenden Mitglieder den Tag gemeinsam kulinarisch ausklingen.

JU Mannheim erfolgreich beim Bezirkstag

Am vergangenen Wochenende vom 28. und 29. Juli hat in Karlsruhe der Bezirkstag der Jungen Union (JU) Nordbaden stattgefunden. Der Bezirkstag ist das oberste politische Organ der Jungen Union des Bezirksverbandes. Er bestimmt unter anderem die Richtlinien für die politische und organisatorische Arbeit des Bezirksverbandes und wählt die Mitglieder des Bezirksvorstandes.

Die Mannheimer Delegierten können dabei auf ein erfolgreiches Tagungswochenende zurückblicken. Mit dem zweitbesten Ergebnis unter den Beisitzern wurde der stellvertretende JU-Kreisvorsitzende, Lennart Christ, in den Bezirksvorstand der Jungen Union Nordbaden gewählt.

Lennart Christ

Lennart Christ

„Es freut mich sehr, dass mit Lennart auch weiterhin ein Mitglied unseres Kreisverbandes im Bezirksvorstand vertreten sein wird und wir so die Chance haben, die Politik auch auf Bezirksebene weiter mitzugestalten“, so der Kreisvorsitzende der JU Mannheim, Philipp Rudi.

Der neugewählte Beisitzer Lennart Christ führt weiterhin aus: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und auf die Möglichkeit, die Interessen unseres Kreisverbandes im Bezirksverband vertreten zu dürfen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und mein Fachwissen in den Bereichen Verkehr und digitaler Infrastruktur vor Ort einbringen.“

Neben den beiden Leitanträgen „QUALITÄT! – Leistung, Differenzierung und Durchlässigkeit“ und „Asyl und Europa – ein Plädoyer für eine mehrheitsfähige europäische Lösung“ wurden auch zahlreiche allgemeine Anträge beraten. Auch hier waren die Mannheimer Delegierten überzeugend und konnten erreichen, dass alle eigenen Anträge mit großer Mehrheit beschlossen worden.

„Ausbildung attraktiver machen und flexible Strukturen im Arbeitsalltag schaffen“

Torbjörn Kartes MdB über aktuelle Herausforderungen in der Arbeitsmarktpolitik

Torbjörn Kartes MdB

Auf Einladung der Jungen Union Mannheim und Jungen Union Ludwigshafen war Torbjörn Kartes vergangenen Montag zu Gast in Mannheim. In Zeiten nie gesehenen Wohlstandes bewegt sich Deutschland wirtschaftlich auf sehr gutem Terrain. Dennoch steht das Land vor großen Herausforderungen, die noch vor 20 oder 30 Jahren nicht absehbar waren: Einerseits macht Unternehmen branchenübergreifend ein Fachkräftemangel zu schaffen, dessen Höhepunkt noch nicht erreicht ist. Andererseits gibt es immer noch keinen Schlüssel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

In Torbjörn Kartes MdB aus Ludwigshafen konnten die Junge Union Mannheim und Ludwigshafen einen Experten in Sachen Arbeitsmarkt für ihren gemeinsamen Jour fixe gewinnen. Der studierte Jurist ist ordentliches Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales im Bundestag und setzt auf eine „umfassende Strategie, deren Ziel es sein muss, das gesamte Arbeitskräftepotential auszuschöpfen“. Kartes verweist auf ältere Arbeitnehmer, die ihren Übergang in den Ruhestand flexibler gestalten möchten, aber auch auf Eltern, die sich nach mehr Flexibilität zwischen Familie und Arbeitsalltag sehnen. Für die Junge Union ist klar, dass Rentner, die gerne weiterhin arbeiten möchten, unbedingt gehalten werden müssen.

Diskussion mit Torbjörn Kartes MdB

Zurückzuführen sind die aktuellen arbeitsmarktpolitischen Probleme allerdings nicht nur auf den Verlust an erfahrenem Personal, sondern auch auf die offenkundig fehlende Attraktivität von Ausbildungsberufen. „Abiturienten interessieren sich nachweislich immer weniger für eine Ausbildung. Dazu kommt, dass die Zahl an Abiturienten per se steigt“, so Philipp Rudi, Vorsitzender der JU-Mannheim. Wiederum damit verbunden ist eine größere Zahl an Studenten. Abgesehen davon werden aktuell weitere Anreize geschaffen, die die Aufnahme eines Studiums erleichtern. Mittlerweile ist sogar mit einem Fachabitur ein Studium an der staatlichen Universität möglich, wenngleich dazu noch weitere Bedingungen erfüllt sein müssen. Dadurch strömen viele Realschüler über Umwege an die Universitäten und Hochschulen. Diese Realschulabsolventen fehlen Unternehmen dann oft, um die offenen Ausbildungsstellen zu besetzen. „Durch den zunehmenden Digitalisierungs- und Automatisierungsgrad werden bessere Qualifikationen der Bewerber erwartet, die sich junge Menschen eher an Hochschulen erhoffen. Das duale Ausbildungssystem hat jedoch schon in der Vergangenheit bewiesen, Schulabgänger passgenau auf die Berufswelt vorzubereiten – es muss im Interesse aller Akteure liegen, diese Stärke zu bewahren.“, so der JU-Vorsitzende aus Ludwigshafen, Simon Rapp. Torbjörn Kartes MdB erkennt das Problem der Akademisierung: „Die immer besseren Zugangsmöglichkeiten für ein Studium führen zwangsläufig zu Attraktivitätseinbußen der Ausbildungsberufe. Doch genau daran müssen wir ansetzen.“ Ziel müsse sein, die Ausbildung ganz unabhängig von den akademischen Möglichkeiten anziehend zu gestalten. „Wir müssen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass nicht jeder automatisch im Hörsaal besser aufgehoben ist als in einem Betrieb, um dort im wahrsten Sinne des Wortes sein Handwerk zu erlernen“, bekräftigen Rudi und Rapp stellvertretend für die Junge Union. Um die nachhaltige Wirtschaftlichkeit deutscher Unternehmen sicherzustellen, bedarf es nach wie vor Auszubildenden, besonders in Industrie und Handwerk.

v.l.n.r. Philipp Rudi, Torbjörn Kartes MdB, Simon Rapp

Während Unternehmen in erster Linie finanzielle Anreize durch höhere Gehälter schaffen können, müsse die Politik zeitgemäße Arbeitsrhythmen ermöglichen. Gegenstand der Debatte müsse in diesem Zusammenhang auch das Thema Home-Office sein. Verbesserungen und Fortschritte seien notwendig. „Denn damit soll mittelfristig auch dem Spannungsfeld von Familie und Beruf Abhilfe geschaffen werden. Gemeint sind Systeme, die Senioren wie auch junge Eltern in ein bewegliches Arbeitsmodell integrieren, wodurch für beide Bevölkerungsgruppen eine verbesserte Work-Life-Balance entstehen soll“, erklärt Kartes. Von Ansätzen wie diesen würden auch Auszubildende im Laufe ihres Arbeitslebens profitieren.

Ergänzend zu flexiblen Arbeitsstrukturen sehen die anwesenden Mitglieder eine gezielte Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland als weiteren Hebel. Trotz des schnellen Handlungsbedarfs muss damit eine gute Fachkräftestrategie auf langfristig tragfähige Lösungen setzen. Die Junge Union ist überzeugt: Die Bedürfnisse sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber sollten dabei im Mittelpunkt der Debatte stehen. Bei Torbjörn Kartes liegt die Verantwortung in guten Händen, lebt er doch als junger Vater und Parlamentarier vor, dass sich Familie und Beruf vereinen lassen.

Brücken bauen – Mannheim und Ludwigshafen verbinden

Die Vorsitzenden der Jungen Union Mannheim und Jungen Union Philipp Rudi und Maximilian Goebel und Dr. Peter Uebel

v.l.n.r. Philipp Rudi, Dr. Peter Uebel, Maximilian Göbel

Die Mutterparteien hatten es im vergangenen Jahr vorgemacht, die Jugendorganisationen haben zwischenzeitlich nachgezogen. Nach der Initiative der beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Torbjörn Kartes und Nikolas Löbel, die sich zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden Dr. Peter Uebel und Claudius Kranz für die Einrichtung einer gemeinsamen Verkehrskommission stark gemacht haben, fordern jetzt auch die beiden Junge Union (JU) Kreisverbände Ludwigshafen und Mannheim eine engere Zusammenarbeit ihrer Heimatstädte.

Unter dem Motto „Brücken bauen – Mannheim und Ludwigshafen verbinden“ trafen sich am Montagabend die Mitglieder der JU, um mit dem Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion Ludwigshafen Dr. Peter Uebel über die gemeinsamen Themen der Schwesterstädte zu diskutieren.

Der brückenübergreifende Verkehr stand im Mittelpunkt der Diskussion. Vor allem mit Blick auf den bevorstehenden Abriss der Ludwigshafener Hochstraße Nord und den vielen Sanierungsprojekten in der Region unterstrichen die Mitglieder der Verbände die Bedeutung einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur. So sehen die JU-Kreisvorsitzenden, Maximilian Göbel und Philipp Rudi, Ansätze in der Verknüpfung der Verkehrssteuerung über den Rhein hinweg, den Ausbau von ÖPNV und Radwege, aber auch unkonventionelle Ansätze, wie einem Rheintunnel, statt einer Brücke bei Altrip, um auch für künftige Verkehrsentwicklung der Schwarmregion gewappnet zu sein.

Aber auch über die wirtschaftliche Entwicklung der Region haben sich die Kreisverbände ausgetauscht: „Beide Städte haben es sich zum Ziel gesetzt, die Gründung von Unternehmen zu fördern. Dabei haben sie ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Voraussetzungen. Die gesamte Region würde durch eine stärkere Abstimmung der Gründerförderung der Schwesterstädte profitieren – nicht zuletzt beim Thema Fachkräfte.“, sind sich die beiden JU-Kreisvorsitzenden sicher.

Am Beispiel der angedachten IT-Kooperation von Universitätsmedizin Mannheim und dem Klinikum Ludwigshafen diskutierten die JU-Mitglieder über weitere Bereiche, wie kommunale Tochtergesellschaften, die Potenziale für eine Zusammenarbeit bieten, um Angebote auszuweiten oder Kosten zu sparen.

Dr. Peter Uebel

„Das sind gute Initiativen, welche die Chancen einer Zusammenarbeit der Schwesterstädte unterstreichen.“, fasst der Fraktionsvorsitzende Dr. Peter Uebel die Diskussion zusammen. Die Mitglieder beider JU-Kreisverbände waren sich abschließend einig, dass sie ihre bisherige Zusammenarbeit intensivieren wollen. Schon seit Jahren besuchen beide Kreisverbände gemeinsam den Bad Dürkheimer Wurstmarkt. Aber insbesondere auch der Austausch über die gemeinsamen Anliegen der Schwesterstädte soll verstärkt werden. Weitere inhaltliche Treffen sollen deshalb folgen.

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