Karlheinz Schneider vom Badischen Blinden- und Sehbehindertenverein zu Gast in der JU

Badischer Blinden- und SehbehindertenvereinDer Auslöser war ein Treffen beim Maimarkt 2015. Die CDU hatte ihren Stand schräg gegenüber des Badischen Blinden- und Sehbehindertenvereins und während des Standdienstes der JU-Mitglieder kam man ins Gespräch. Der Verein hatte einen Parcours aufgebaut, in dem ein Wegabschnitt simuliert wurde, inklusive Mülltonnen, Blumenkübeln und Ampelmasten, den man blind zu bewältigen hatte, um für die Herausforderungen der Sehbehinderten zu sensibilisieren.

Gestern folgte nun der vereinbarte Austausch im JU-Stadtbüro. Karlheinz Schneider, der seit über 30 Jahren an der Spitze des Vereins steht, berichtete uns eindrucksvoll aus dem Alltag der Blinden und Sehbehinderten und klärte über die Ziele des Vereins auf. So setzt man sich für mehr akustische Signale an Ampelanlagen oder auch an Straßenbahnhaltestellen ein und wünscht sich generell mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, um Straßen einfacher überqueren und sich besser orientieren zu können. Etwa 500 Sehbehinderte gibt es schätzungsweise im Mannheimer Stadtgebiet, für die der Verein Beratungsangebote auch auch soziale Angebote bereithält. Von großer Bedeutung ist auch der Kontakt zur Lokalpolitik, weshalb man sich regelmäßig an die Fraktionen im Gemeinderat wendet und auf die Ziele aufmerksam macht. Anschaulich gemacht wurden mit Hilfe von verschiedenen Brillen auch diverse Sehbedinderungen wie der Graue Star. Auf großes Interesse stießen in unserem vollen JU-Stadtbüro auch die Braille-Schrift und die elektronischen Geräte, mit deren Hilfe das Schreiben von Notizen auf Blindenschrift ermöglicht wird. Wir waren sehr beeindruckt und löcherten Karlheinz Schneider über zwei Stunden mit Fragen, auf die er geduldig einging. Ein toller beeindruckender Abend!

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