JU fordert gerechte Verteilung der Flüchtlinge

„Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir gegenüber jenen haben, die vor Terror fliehen. Mannheim kommt dieser Verantwortung vorbildlich nach, aber wir erwarten jetzt endlich eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge in Baden-Württemberg. Es kann nicht sein, dass wenige Kommunen wie Mannheim und Heidelberg unverhältnismäßig viele aufnehmen und andere sich vornehm zurückhalten“, zeigt sich die Junge Union Mannheim hoch unzufrieden mit der aktuellen Verteilsituation im Land.

Die Tatsache, dass der Regierungsbezirk Nordbaden und hier maßgeblich die Rhein-Neckar-Region die Hauptlast bei den Zuweisungen durch die Landesregierung trägt, sei unverantwortlich.  Die Aufnahme- und Integrationsfähigkeit der Gesellschaft müsse auch im Sinne der Flüchtlinge gewährleistet bleiben. Mit mittlerweile über 15.000 Flüchtlingen im Mannheimer Stadtgebiet sieht die Junge Union in Mannheim eine Grenze erreicht.

„Uns ist bewusst, dass sich die leerstehenden Kasernen gut zur Unterbringung eignen, doch wir sind überzeugt, dass auch andernorts verfügbare Unterkünfte gefunden werden können, wenn das gewollt ist“, erwartet man vom Land größere Anstrengungen bei der Suche nach Unterkünften.

„Viele Menschen, von Polizei über Rettungsdienste, Feuerwehren und Soldaten bis hin zu den vielen Ehrenamtlichen in und um die Unterkünfte engagieren sich in Mannheim vorbildlich, doch geraten viele zunehmend an ihre Belastungsgrenzen. Dies gilt es ernst zu nehmen“, so die Junge Union weiter. Die Hilfsbereitschaft dürfe daher nicht überstrapaziert werden.

„Wir erwarten klare Worte der Stadtverwaltung in Richtung Landesregierung und Auskunft gegenüber verunsicherten Bürgern darüber, wie viele Flüchtlinge maximal in der Stadt untergebracht werden sollen. Gleichsam erwarten wir Lösungsvorschläge, wie die Stadt gedenkt der gestiegenen Belastung von Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten Rechnung zu tragen, um Versorgungsengpässe zu verhindern“, so die Junge Union abschließend.

© Junge Union Baden-Württemberg